Rudersymposium 2019 – neuen Impuls gesetzt

Vom 18. bis 20. Januar 2019 fand in Hannover das Rudersymposium statt. In diesem Jahr lag der Fokus auf den drei Themenbereichen Rudertechnik, Engagement und Wissenschaft.

Freitagabend wurde die Veranstaltung vom DRV-Vorsitzenden Siegfried Kaidel eröffnet. Im Anschluss stellte Mark Amort, Trainingswissenschaftler Rudern am OSP Hamburg/Schleswig-Holstein, das rudertechnische Leitbild des Deutschen Ruderverbandes vor. Leitbildgerecht zu rudern bedeutet, biomechanisch sinnvoll und effektiv zu rudern. Die bestmögliche Verbesserung der Effektivität der Rudertechnik führt zur bestmöglichen Verbesserung der Gesamtgeschwindigkeit.

„Müssen in der Breite besser werden“

Bevor das Buffet eröffnet wurde, zog der leitende Bundestrainer Ralf Holtmeyer noch ein kurzes Fazit vom vergangenen Wettkampfjahr. Die WM-Ergebnisse mit nur zwei Medaillen in den olympischen Bootsklassen könne nicht der Anspruch sein. „Um international vorne dabei sein zu wollen, müssen wir auf jeden Fall in der Breite besser werden“, ist sich Holtmeyer sicher. Auch die Notwendigkeit der Zentralisierung betonte der 62-Jährige noch einmal: „Andere erfolgreiche Nationen wie Neuseeland oder Australien machen es ja vor. Ich bin der Meinung, dass es nur so geht.“

Diskussion anderer Distanzen und Bahnverteilungen ist notwendig

Sportdirektor Mario Woldt stellte die Frage in den Raum, wie es denn mit Rudern nach Tokio 2020 weitergehen kann. Die Ansprüche an den Rudersport ändern sich und auch der DRV ist gefragt, das eigene Wettkampfprogramm weiterzuentwickeln. Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 wird es voraussichtlich kein Leichtgewichtsrudern mehr geben, dafür steht Coastal Rowing hoch im Kurs, diesen Platz einzunehmen. Zudem bringen die Spiele 2028 in Los Angeles weitere Änderungen mit sich. Die Standorte für die Ruderwettkämpfe sollen attraktiver für Zuschauer werden und deshalb in der Stadt stattfinden. In LA hat dies zur Folge, dass man von sechs auf vier Bahnen gehen muss oder die Strecke von 2.000 m auf 1.500 m kürzt. „Wir müssen auf jeden Fall andere Distanzen und Bahnverteilungen diskutieren, damit der Rudersport medial anspruchsvoller wird“, so Woldt. „Hier müssen sich alle Vereine und Verbände mit einbringen, damit wir gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Rudersports stellen können.“

Warum engagieren sich die Menschen im Sport?

Der Samstag begann mit einem Workshop zum Thema Engagement, geleitet von Henning Pape und Marco Lutz vom Landessportbund Niedersachsen. Als Einstieg wurde die Frage in den Raum geworfen, warum sich Menschen überhaupt im Sport engagieren? Leidenschaft, Spaß und die Liebe zum Sport sind an dieser Stelle nur einige Beispiele. In acht Arbeitsgruppen wurden anschließend die Herausforderungen für Engagement auf Vereinsebene sowie die idealen Bedingungen für gutes Arbeiten (Trainer) herausgearbeitet. Als Herausforderung sehen viele die gestiegene Erwartungshaltung, die zusätzlichen Aufgaben, Zeitmanagement, steigende Kosten oder auch fehlender Nachwuchs. Ideale Bedingungen können zum Beispiel durch Wertschätzung und Anerkennung, Vertrauen, eine faire Vergütung, gute Rahmenbedingungen oder verfügbare Ressourcen erreicht werden.
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Rudersymposium 2019

Der Deutsche Ruderverband lädt zum Rudersymposium 2019 ein:

  • Tagungsort und Unterkunft: Akademie des Sports/LandesSportBund Niedersachsen Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover
  • Termin: Freitag, 18. Januar 2019, 18 Uhr bis Sonntag, 20. Januar 2019, 13 Uhr
  • Teilnahmegebühr: jeweils inkl. Seminar und Seminarverpflegung
    79 € ohne Übernachtungen, ohne Frühstück
    189 € inkl. Verpflegung und 2 Übernachtungen im Doppelzimmer. Die Zimmerverteilung wird vom DRV bzw. der Unterkunft vorgenommen und ist verbindlich, Wünsche werden natürlich berücksichtigt.
    229 € inkl. Verpflegung und 2 Übernachtungen im Einzelzimmer. Es stehen nur wenige Einzelzimmer zur Verfügung.
  • Meldeschluss: Mittwoch, 14. November 2018
  • Leitung: Reinhart Grahn

Rudertechnik, Engagement und Wissenschaft werden die Themen dieses Rudersymposiums sein:

  • Mark Amort vom OSP Hamburg/Schleswig-Holstein stellt das rudertechnische Leitbild des Deutschen Ruderverbands vor und hinterfragt es.
  • Prof. Dr. Klaus Mattes von der Universität Hamburg und Dr. Gunnar Treff, Wissenschaftlicher Koordinator beim DRV, referieren und informieren über wissenschaftliche Projekte.
  • Die Mitarbeiter/-innen der Abteilung Organisationsentwicklung des LSB Niedersachen stellen Maßnahmen für das ehrenamtliche und freiwillige Engagement in Vereinen vor.
  • „Markplatz der Ideen“ zu Rudertechnik und Engagement – Mögliche Teilnehmerbeiträge werden nach dem Meldeschluss abgefragt.

Diese Fortbildung verlängert die Lizenzen von Trainer/-innen der ersten bis dritten Lizenzstufe.

Bitte beachten Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen zu Seminaren des Deutschen Ruderverbands. Diese und das Anmeldeformular fürs Rudersymposium sind auf der Internetseite www.rudern.de/bildung zu finden.

Siegfried Kaidel Vorsitzender Deutscher Ruderverband
Reinhart Grahn Vorsitzender Fachressort Bildung, Wissenschaft und Forschung

Rudersymposium 2019: Ausschreibung, Anmeldung, AGB

Save the date: Rudersymposium 2019

Liebe Trainerinnen und Trainer des DRV, in den Landesruderverbänden und Mitgliedsvereinen,
liebe ehrenamtlich Engagierte,
liebe Ruderinnen und Ruderer,

der Deutsche Ruderverband veranstaltet ein Rudersymposium vom Freitag, 18. Januar 2019, 18 Uhr bis Sonntag, 20. Januar 2019, 13 Uhr in der Akademie des Sports/LandesSportBund Niedersachsen, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover.

Rudertechnik, Engagement und Wissenschaft
Rudertechnik, Engagement und Wissenschaft werden die Themen dieses Rudersymposiums sein. Zum rudertechnischen Leitbild und zu internationalen Entwicklungen wird Mark Amort vom OSP Hamburg/Schleswig-Holstein einen Überblick geben. Die Mitarbeiter/-innen der Abteilung Organisationsentwicklung des LSB Niedersachen stellen Maßnahmen für das ehrenamtliche und freiwillige Engagement in Vereinen vor. Dr. Gunnar Treff, Wissenschaftlicher Koordinator beim DRV, informiert über aktuelle wissenschaftliche Projekte.

Diese Fortbildung verlängert die Lizenzen von Trainer/-innen der ersten bis dritten Lizenzstufe.

Die Ausschreibung und Anmeldung sind in Vorbereitung.

Reinhart Grahn Vorsitzender Fachressort Bildung, Wissenschaft und Forschung

Save the date: Rudersymposium 2019

TMGK 2017–2020 erschienen

Trainingsmethodische Grundkonzeption des Deutschen Ruderverbands

Die Trainingsmethodische Grundkonzeption für den Olympiazyklus 2017–2020 basiert in wesentlichen Teilen auf der Konzeption der Jahre 2013–2016. Sie wurde aktualisiert und um einige Kapitel ergänzt.

Anregungen aus Trainerlehrgängen, Erfahrungen aus dem Training und Diskussionen innerhalb der beteiligten Arbeitsgruppen flossen in die neue Konzeption ein. Das rudertechnische Leitbild wurde in Teilen mit neuem Bildmaterial erstellt und grafisch neu aufgestellt. Es wurde erneut mit dem A-Trainerteam des DRV gemeinsam abgestimmt und dient als Leitfaden der rudertechnischen Ausbildung.

Die TMGK kann für 10,00 € zzgl. MwSt. und Versand im DRV-Shop bestellt werden.

Fortbildung E-Learning Rudertechnik

Statements von zwei Teilnehmern zur ersten DRV-Fortbildung im E-Learning-Format

Die Teilnahme am E-Learning Lehrgang zum Thema Rudertechnik des DRV war mein erster Lehrgang dieser Art und daher in mehrerlei Hinsicht interessant.

Zum einen waren die Aufgaben von Reinhart und Andreas so gestellt, dass die erarbeiteten Ergebnisse für die tägliche Trainerarbeit gut nutzbar sind. Die Übersetzung des Ruderleitbildes in eine zielgruppengerechte Sprache beispielsweise erforderte eine sehr detaillierte Auseinandersetzung und aktive Verarbeitung des Themas. Mit dem Ergebnis hat man eine Darstellung zur Hand, die man in der täglichen Arbeit mit den Kindern im Ruderverein nutzen kann.

Zum anderen ergab sich ein reger Austausch der Teilnehmer untereinander. Sei es bei der Formulierung und Beschreibung von Bewegungen oder bei der Videoanalyse und der anschließenden Diskussion. Reinhart und Andreas nahmen punktuell an den Diskussionen teil und gaben je nach Aufgabe entweder einen sehr individuellen Kommentar an jeden Teilnehmer oder eine allgemeine Rückmeldung zum Thema.
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